Gibt es Corona-Viren bei Tieren?



Tagtäglich bestimmt die Corona-Pandemie unseren Alltag und häufig stellen sich zudem viele Tierfreund*innen die Frage: Wie steht es um Corona-Viren bei unseren Haus- und Nutztieren?

Zunächst einmal sind Viren deutlich kleiner als Bakterien und keine Lebewesen. Dies bedeutet, ihnen fehlen Zellorgane, Stoffwechsel und die Fähigkeit zur Vermehrung. Dafür benötigen sie sogenannte Wirtszellen, in die sie eindringen und für ihre eigenen Bedürfnisse umprogrammieren. So werden die einzelnen Virusbestandteile von der Wirtszelle gebildet, zusammen- und danach freigesetzt. Oft geht dabei die Produktionszelle zu Grunde.

Corona-Viren sind mittelgroß mit einem Durchmesser von 120 bis 160 nm (ein Nanometer entspricht einem Millionstel Millimeter). Sie sind von einer Hülle umgeben, von der strahlenkranzartige Fortsätze abgehen. Dadurch ähnelt ihr Aussehen im Elektronenmikroskop dem einer Sonnenkorona, wodurch die Erreger ihren Namen erhalten haben. Die Übertragung erfolgt vor allem über Tröpfchen- (Niesen, Husten) oder Schmierinfektionen.

Nahezu jede Tierart ist für Corona-Viren empfänglich. Sie kommen bei Säugetieren, Vögeln, Amphibien, Reptilien und Fischen vor. Die Erreger sind in der Regel wirtsspezifisch, d. h. bestimmte Viren befallen normalerweise nur bestimmte Organismen. Falls die Erreger tatsächlich mal spontan Spezies überspringen, kann es problematisch werden. So geschehen beim ‘SARS-Virus’ (stammte von Fledermäusen) und beim ‘MERS-Virus’ (Dromedare als Quelle). Auch bei der neuen Corona-Virusinfektion ‘SARS-CoV-2’ vermutet man Tiere als Auslöser, aber bislang gibt es keine wissenschaftlichen Belege für eine Übertragung (von einem heimischen Haustier auf den Menschen oder umgekehrt).

Beim Schwein sind gleich fünf Coronaviren von Bedeutung, die u. a. schwere Durchfallerkrankungen bei Ferkeln verursachen. Bei Rindern und Pferden kann es zu massiven Durchfällen mit Koliksymptomen kommen.

Hühner erkranken an einer Bronchitis, währenddessen Puten und Fasane von der Krankheit ‘Bluecomb’ befallen werden. Auch Nager sind anfällig: Mäuse leiden an einer Leberentzündung, Ratten an einer Atemwegsinfektion.

Bei Hund und Katze treten die Erreger ebenfalls auf: Beim Hund kommt es zu einer akuten Darmentzündung; bei der Katze verwandelt sich das Feline Coronavirus durch eine genetische Veränderung in das gefährliche ‘FIP-Virus’.

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