Igel und Eichhörnchen in der kalten Jahreszeit



Schau mal, wer da frisst
Nebel wabert zwischen den Bäumen, die Luft ist frisch und frostig und früh am Tag beginnt es bereits wieder zu dämmern. Nahrungsarmut, Temperaturrückgang und verkürzte Tageszeiten stellen jedes Jahr erneut unsere heimische Tierwelt vor große Herausforderungen und für die aktive Futtersuche bleibt ihr nur wenig Zeit. Wer jetzt nicht genug Futtervorräte angesammelt oder sich ein Fettpolster zugelegt hat, nutzt gerne die in unseren Gärten eingerichteten Futterstellen.

Läuft in der Tierwelt alles nach Plan, beginnt ein erwachsener Igel ab Mitte Oktober mit dem Bau seines Winterquartiers und hat sich, je nach Witterungslage, im November längst wohlgenährt zum Winterschlaf zusammengerollt. In seinem warmen Quartier zwischen getrocknetem Blätterwerk, Reisig und Zweigen arbeitet der Stoffwechsel des stacheligen Baumeisters auf Sparflamme, die Körpertemperatur sinkt von 35 Grad Celsius auf bis zu fünf Grad Celsius ab. Herzschlag und Atmung verlangsamen sich. Je weiter der Igel seine Körperfunktionen drosselt, umso mehr Energie spart er ein. Anders sieht es da bei den Jungigeln aus. Sie sind in der Regel noch bis weit in den Dezember hinein auf Futtersuche, denn schließlich müssen sie am meisten zulegen. Aber nicht allen gelingt das, folgerichtig ist der erholsame Winterschlaf in Gefahr.

Im Gegensatz zu den Stachelrittern halten Eichhörnchen keinen Winterschlaf und sind auch während der kalten Jahreszeit aktiv auf Nahrungssuche. Im Idealfall haben sich die possierlichen Tiere bereits ab dem Spätsommer ein Nahrungsdepot für harte Zeiten angelegt, allerdings reicht es für die Kletterkünstler nicht aus, sich den gesamten Winter über mit dem angesammelten Vorrat zu versorgen. Die Suche nach neuer Nahrung bleibt für sie auch in den Wintermonaten essentiell und wird durch Frost und Schneefall mitunter erheblich erschwert. Menschliche Hilfe kommt daher Igel und Eichhörnchen gleichermaßen in frostigen Zeiten sehr gelegen und ist bei artgerechter Fütterung eine sinnvolle und empfehlenswerte Maßnahme.

Für jeden das richtige Angebot
Tierfreunde, die das Naturerlebnis der Fütterung von Igel und Eichhörnchen live in ihrem Garten verfolgen möchten, können im Zoofachmarkt spezielle Futtersorten für die jeweilige Tierart erhalten. Entsprechendes Igeltrockenfutter bietet eine optimale Versorgung der Tiere. Darüber hinaus freut sich der schmatzende Stachelfreund über ungewürztes Rührei und vielleicht auch einige gemahlene Haselnüsse und ungeschwefelte Rosinen. Eine Futterstelle sollte stets an einem sicheren Ort eingerichtet und vor Mitfressern geschützt sein. Für Eichhörnchen stehen in den Zoofachmärkten ebenfalls geeignete und ausgewogene Futtermischungen zur Auswahl. Ganz nach dem Geschmack der Tiere ist auch die Gabe von Sonnenblumenkernen, ungesalzenen Erdnüssen und getrocknetem Obst. Für sie sind spezielle Futterspender optimal, die idealerweise in einem Baum und zugleich außerhalb der Reichweite von Katzen eingerichtet werden. Über eine Schale mit frischem Wasser, die regelmäßig gereinigt und neu befüllt wird, freuen sich alle tierischen Gäste.

Mut zur Wildnis – geeigneter Unterschlupf
Holzstapel, Reisig, Kompost oder Laubhaufen schaffen optimale Voraussetzungen, einem Igel im eigenen Garten einen Unterschlupf zu gewähren. Hier finden Igel ausreichend belüftete und gemütlich warme Schlafplätze. Als praktisch erweist sich auch eine Igelburg: Dabei bilden Steinplatten oder Kanthölzer von etwa einem halben Meter Länge das regensichere Fundament der Burg. Oben drauf sollte mindestens einen Meter hoch Laub geschichtet werden. Zu guter Letzt erhält die Burg noch einen schützenden Überbau aus abgeschnittenen Zweigen. Das Innere der Burg statten sich die künftigen Bewohner gerne selbst aus. Zusammengerechtes Laub darf also einfach vor dem Eingang der Igelbehausung liegen bleiben, die Tiere polstern dann mit dem trockenen Laub ihren Bau aus. Eichhörnchen leben in freier Natur in sogenannten Kobel. Diese runden, geschlossenen Nester, errichten sie in hoch gelegenen Astgabeln aus Zweigen und Blättern. Mitunter benötigen die Tiere auch eine Nisthilfe aus Holz, die für einige von ihnen und ihre Jungen im Winter eine große Hilfe und ein passendes Quartier zum Überwintern darstellt.

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