Schnabel- und Krallenpflege von Sittichen


Alles einwandfrei?


Schnabel- und Krallenpflege von Sittichen

Alles einwandfrei?

Sittiche sind sehr bewegungsfreudige Tiere, die für ihr Leben gerne klettern, Äste benagen oder auf den verschiedenen Bodenbelägen umherlaufen. Auf natürliche Weise werden so ihre Schnäbel und Krallen abgenutzt. Eher selten benötigen Vögel daher die Unterstützung der Menschen bei ihrer Körperpflege.

Kommt es nun doch einmal zu übermäßigem Schnabel- oder Krallenwuchs, ist die Hilfe des Menschen erforderlich. Denn außer Form geratene Krallen und Schnäbel können für die kleinen Flugkünstler durchaus gesundheitliche Probleme verursachen. Bei übermäßig langen Krallen besteht die Gefahr, dass der betroffene Vogel damit hängen bleibt oder sich eine Kralle ausreißt, was wiederum eine starke Blutung zur Folge hat. Ist der Schnabel zu lang, kann der Federfreund ab einem bestimmten Punkt nicht mehr fressen. Nun brauchen die Tiere die Unterstützung ihrer Halter, doch wegen der vorhandenen Blutgefäße darf niemals einfach gleich drauflos geschnitten werden. Es ist ratsam, sich diese Pflegemaßnahmen von einem Tierarzt zeigen zu lassen, damit Verletzungen der durchbluteten Bereiche von vornherein vermieden werden.

IMMER SCHÖN VORSICHTIG

Viele Ziervögel besitzen helle Krallen und lassen die Nervenenden und Blutgefäße, die bis in deren Spitzen hineinreichen, sichtbar werden. Beim Krallenschneiden ist große Achtsamkeit erforderlich und Vogelliebhaber sollten die Krallen etwa zwei bis vier Millimeter vor den Nervenenden und Äderchen beschneiden. Bei Vögeln mit dunklen Krallen zeigt nur die Erfahrung, wie viel von den überlangen Krallen abgeschnitten werden kann.

ZURÜCKSCHNEIDEN DES SCHNABELS

Unerlässlich ist die Unterstützung eines Tierarztes beim Zurückschneiden eines zu langen Schnabels, denn hier ist Vorsicht geboten, damit es nicht zu Blutungen oder gar Verletzungen der Zunge kommt. Bei den meisten Ziervögeln ist das Stutzen des Schnabels allerdings nicht erforderlich, denn die geselligen Tiere nagen gern und halten ihren Schnabel dadurch stets in ausgezeichnetem Zustand. Harte Äste oder ein fester Mineralstein sind in der Regel ausreichend, um den Schnabel in Form zu halten.

INFEKTIONSKRANKHEIT SCHNABELRÄUDE

Besonders Wellensittiche sind von der Infektionskrankheit Schnabelräude, auch bekannt als Schnabelschwamm, betroffen. Dabei siedeln sich Milben (Knemidocoptes pilae) bevorzugt in der hornreichen Region des Schnabels an und bohren kleinste Löcher in Schnabel und Wachshaut. Schwammartige Wucherungen sind die Folge. Haben die Parasiten die Wachstumszone des Schnabels zerstört, führt dieses zu Schnabelfehlstellungen. Vogelfreunde die Veränderungen am Schnabel ihres gefiederten Schützlings entdecken, sollten daher unbedingt einen Tierarzt aufsuchen, denn rechtzeitig erkannt, ist die Erkrankung gut behandelbar.

SCHNABEL UND KRALLEN — DIE PERFEKTEN WERKZEUGE

Was bei Säugetieren der Kieferknochen, ist bei Vögeln der Schnabel und der Grundaufbau dieses erstaunlich geschickten Werkzeugs ist bei ihnen allen gleich. Der bewegliche Oberschnabel ist am Hirnschädel befestigt, während der frei bewegliche Unterschnabel durch ein Gelenk mit dem Schädel verbunden ist. Der Schnabel selbst baut sich auf Keratin bzw. Schnabelhorn auf. Der Hornteil des Schnabels wächst wie eine Art Hülle um einen knöchernen inneren Teil und ist dort, wo sich die Wachstumszone des Schnabelhorns befindet, sehr gut durchblutet. Auch die Krallen eines Vogels bestehen aus einer Hornsubstanz und auch im Inneren der Vogelkrallen befindet sich je ein Blutgefäß, das etwa bis zu Zweidrittel in die Kralle hineinreicht. Bei Sittichen, die helle Krallen besitzen, sind diese Blutgefäße im Licht sehr gut als rötliche Bereiche zu erkennen. Sind die Krallen hingegen dunkel, sind die Blutgefäße nicht sichtbar.

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