Zecken bei Hund und Katze


Achtung, Plagegeister


Zecken im Fell der Vierbeiner sind nicht nur eklig, sondern auch gefährlich. Kein Hund und keine Katze sind vor ihren Bissen gefeit. Vom Frühjahr bis zum Herbst lauern die kleinen Blutsauger wieder verstärkt in Gräsern und bodennaher Vegetation.

Kaum steigen die Temperaturen über zehn Grad Celsius, sitzen sie wieder in hohen Gräsern und Sträuchern und werden aktiv. Hunde und Katzen, die jetzt durch Wald und Wiese streifen, fangen sich mit hoher Wahrscheinlichkeit den einen oder anderen Zeckenbiss ein. Schnelles Handeln ist hilfreich, um das Risiko von Erkrankungen zu minimieren.

AUFMERKSAMKEIT DER TIERHALTER
Die meisten Tierhalter nehmen die Gefahr ernst, die von Zecken ausgeht und suchen den Hund nach jedem Spaziergang ab. Auch die Katze wird einmal täglich auf die kleinen Spinnentiere kontrolliert. Mit ihren zahlreichen Tasthaaren ermittelt die Zecke ihre potentiellen Opfer. Ist sie fündig geworden, sucht sie bevorzugt nach feuchten und warmen Bereichen ihres Wirts, also dort wo die Haut dünn und gut durchblutet ist. Beliebte Andockstellen der blutsaugenden Vampire sind die gefäßreichen, dünnhäutigen Partien an Kopf, Hals, Bauch und Innenschenkeln.

In der Regel schmerzlos, bleibt der Einstich einer Zecke zunächst einmal unbemerkt. Der Stich der Parasiten ist allerdings nicht bloß lästig und kann Juckreiz oder Schwellungen verursachen, sondern ist unter Umständen auch gefährlich. So können die kleinen Spinnentiere beim Hund die Krankheit Lyme-Borreliose übertragen, die wohl bekannteste Erkrankung durch einen Zeckenbiss. Während Katzen unempfindlich sind, äußert sie sich beim Hund meist unspezifisch mit Bewegungsunlust und Fieber. Der Verursacher ist ein Bakterium namens „Borrelia burgdorferi“ und wird durch die Zeckenart „Gemeiner Holzbock“ übertragen, die bevorzugt an Gräsern und im Bodenlaub von Eiche und Buche sitzt.

Besteht der Verdacht auf eine stattgefundene Erregerübertragung, kann eine Blutuntersuchung Klarheit verschaffen. Die Art und Höhe der gefundenen Antikörper geben an, ob es sich um eine akute oder schon längere Zeit zurückliegende Infektion handelt. Auch die Zecke kann auf das krankmachende Bakterium hin untersucht werden, sodass es gar nicht erst zum Auftreten von Krankheitserscheinungen kommen muss. Die Therapie erfolgt durch ein spezielles Antibiotikum.
Glücklicherweise übertragen nur wenige Zecken Infektionskrankheiten wie Borreliose. Trotzdem ist es wichtig, bereits festgesogene Plagegeister sofort zu entfernen und einem Zeckenbefall mit entsprechenden Mitteln vorzubeugen.

SICHER VORBEUGEN – EINSATZ VON ZECKENSCHUTZMITTELN
Damit es erst gar nicht zu Gesundheitsproblemen kommt, sind neben dem regelmäßigen Absuchen der Hunde und Katzen sowie einem schnellen Eingreifen und Entfernen möglicher Zecken, unterschiedlichste Präparate von großer Bedeutung. Sie wirken, je nach Produkt, über mehrere Wochen und sind in den Zoofachmärkten erhältlich. Welches Mittel zum Einsatz kommt, entscheidet in erster Linie die Einstellung des Halters sowie die Lebensumstände des Tieres, denn jeder Vierbeiner reagiert ganz individuell auf die unterschiedlichen Produkte.

Spot-ons sind kleine Ampullen, die zumeist aus chemischen Substanzen bestehen. Die Lösung wird den Tieren im Nackenbereich bis hin zum Rutenansatz punktuell aufgetragen. Ca. alle vier Wochen muss die Anwendung wiederholt werden. Die im Fachhandel erhältlichen Präparate sind sehr wirkungsvoll und in der Regel wird bereits der Biss der Parasiten abgewehrt. Viele Spot-on-Mittel sind sogenannte Kombi-Präparate und wirken gleichzeitig auch gegen Flöhe und Stechmücken.

Bei der Katze wird der Wirkstoff Fipronil als Spray oder Spot-on-Ampulle im Nacken aufgetragen. Er lagert sich in den Haardrüsen der Haut ab und wird durch den Talg über den gesamten Körper verteilt. Die Substanz fungiert als Kontakt- und Nervengift bei den Insekten. Die lähmende Wirkung bei der Zecke tritt meist jedoch erst nach 24 Stunden ein, sodass es noch zu Zeckenbissen kommen kann.

Bei Hunden erweist sich der Wirkstoff Permethrin als sinnvoll. Er verteilt sich über die Talgdrüsen, hat jedoch für Flöhe, Zecken und andere Parasiten einen vorab abweisenden Effekt, ähnlich einer heißen Herdplatte. Somit kommt es gar nicht erst zu einem Zeckenbiss. Der bloße Kontakt führt nach kurzer Zeit zu Lähmungen. Es ist wichtig, dass der Hund ein bis zwei Tage vor und nach der Behandlung nicht schwimmen geht.

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