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Bäume, Sträucher und Hecken richtig schneiden

Bäume, Sträucher und Hecken richtig schneiden

Gehölze brauchen Luft um sich optimal zu entfalten. Regelmäßige Schnittmaßnahmen sorgen für einen schöneren Wuchs, eine bessere Ernte und weniger Krankheiten. Denn gut geschnittene Gehölze haben eine lichte Krone, in der das Laub schnell abtrocknet. Dadurch haben Pilzkrankheiten schlechtere Bedingungen sich zu entwickeln und die Pflanze bleibt vitaler und gesünder.

Vogelschutz – Wann darf ich schneiden?
Jetzt im Februar ist die ideale Zeit für den Schnitt von Sträuchern, Bäumen und auch Hecken. Ohne Laub erkennt man Fehler am Astgerüst besonders gut und kann diese leichter durch Schnitte korrigieren. Außerdem gilt ab dem 1. März Vogelschutz – dann sind radikale Schnittmaßnahmen bis zum Herbst verboten.

Laut Bundesnaturschutzgesetz beginnt nun die Nist- und Brutzeit für Vögel. In der Zeit vom 1. März bis 30. September sind Fällungen und Schnittmaßnahmen im öffentlichen Raum daher nicht erlaubt, um die Gefiederten nicht beim Nestbau oder bei ihrem Brutgeschäft zu stören. Geregelt ist die Schonzeit im Paragraf 39 Absatz 5 des Bundesnaturschutzgesetzes. Zulässig sind allerdings ganzjährig schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen.

Verschiedene Schnitttechniken im Überblick
Unterschieden wird zwischen dem Kronenschnitt, Pflanzschnitt, Erziehungsschnitt, Instandhaltungsschnitt und Verjüngungsschnitt. Der richtige Schnitt wirkt auf Gehölze wie eine Verjüngungskur.
Der Kronenschnitt dient zum auslichten, verkleinern oder verschmälern. Schneiden Sie hierbei kranke, abgestorbene oder zu sichte Triebe aus der Krone heraus. Dies sorgt für mehr Licht in der Krone und eine bessere Luftzufuhr.

Der Pflanz- und Erziehungsschnitt ist bei Gehölzen ohne Ballen direkt nach dem Einpflanzen notwendig, um das Verhältnis zwischen Wurzeln und oberirdischen Ästen wiederherzustellen.

Der Instandhaltungsschnitt sieht dazu, dass der Baum oder Strauch Ihre Wuchskraft behalten. Hierbei muss das alte Holz rausgeschnitten werden.

Der Verjüngungsschnitt findet bei Sträuchern Anwendung. Hierbei handelt es sich um einen radikalen Rückschnitt auf bis zu ca. 30 bis 50cm über dem Boden. Dies wird bei Sträuchern, die an jährlichen neuen Treiben blühen angewandt. Achtung: Der Verjüngungsschnitt sollte bei Koniferen, Ginster, Goldregen und Zwergmispel nicht angewendet werden.

Heckenschnitt: Perfekt in Form
Auch eine Hecke sollte bis März zurückgeschnitten werden. Dann ist es der beste Zeitpunkt für einen ersten Heckenschnitt bevor die Sträucher austreiben. Das Wichtigste ist die richtige Form. Schneiden Sie die Hecke oben schmaler als unten, damit die unteren Triebe genügend Licht erhalten.

Das richtige Werkzeug für einen sauberen Schnitt
Das richtige Werkzeug ist für einen professionellen Gehölzschnitt entscheidend. Ein sauberer Schnitt fördert den gesunden Neuaustrieb. Schneiden Sie ausschließlich mit scharfen und desinfizierten Werkzeug, dies hält die Wunden so gering wie möglich. Dünnere Zeige können mit einer Gartenschere bearbeitet werden. Dickere Äste über 1,5 cm sollten mit einer Astschere bearbeitet werden. Wer keine Leiter nutzen möchte, kann an höheren Stellen eine Teleskopverlängerung verwenden. Um große Äste zu schneiden benötigen Sie eine Bügelsäge oder alternativ eine Stichsäge, damit können Sie Äste direkt an der Verzweigung abtrennen.

Vorsicht! Arbeiten Sie nur mit der Motorsäge, wenn Sie mit beiden Füßen fest auf dem Boden stehen. Nur ausgebildete Baumkletterer dürfen eine Motorsäge mit in den Baum nehmen.

Nach Baumschnitt vor Pilzbefall schützen
Jedes Zurückschneiden hinterlässt am Baum viele offene Wunden. Um das austrocknen sowie Pilzbefall, Schädlinge und Fäulnis vorzubeugen, sollten Sie Schnittwunden, die größer als 3cm sind, unbedingt mit einem Wundverschlussmittel versiegeln.

Gut geeignet dafür ist „Neudorff Malusan Wundverschluss“, welches Sie auch in unserem Gartencenter in Duisburg finden. Er verhindert das Austrocknen der Wunde, sorgt für eine schnelle Wundheilung und fällt durch seine rindengrüne Farbe kaum auf. Vor dem Auftragen empfehlen wir die Schnittwunde gründlich zu säubern und lose Rindenteile zu entfernen. Danach bestreichen Sie die Wunde ca. 1 cm über den Wundrand hinaus. Der Wundverschluss ergibt so eine lückenlose elastische Schutzrinde mit hoher Haftfestigkeit.

Eine unüberwindbare Barriere aus Spezialleim mit natürlichen Ölen, Wachsen und Harzen bieten auch der„Neudorff Raupen- und Ameisen-Leimring“ oder der „Neudorff Aurum Insektenleim“ zum Abfangen von Schädlingen, die an Bäumen empor kriechen.
 

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